Bergische Wanderwoche 2022 – Hückeswagen XL

Die Bergische Wanderwoche 2022 findet vom 10. bis 25. September im Oberbergischen Kreis statt. Wie schon in den letzten Jahren ist Hückeswagen die Stadt mit den meisten Angeboten in diesen zwei Wochen.
Unsere Bürgergruppierung ist heuer das erste Mal mit einem eigenen Angebot dabei: eine große, 25 km lange Rundwanderung um Hückeswagen. Ausgearbeitet worden ist die Tagestour von unseren Mitgliedern Birgit Breuer, Bernd Hess und Joachim Kutzner.
Joachim Kutzner übernimmt die Wanderführung.
In Voßhagen an der Friedenskapelle und dem benachbarten sowjetrussischen Ehrenfriedhof wird es eine Aktion der Bürgergruppierung geben mit einem allgemeinen Appel für den Frieden und gegen Rassismus geben. Denn dort liegen ukrainische und russische Männer nebeneinander, die damals für die gleiche Sache gegen die Nazis gekämpft haben und deren Heimatländer heute in einem furchtbaren Krieg gefangen sind.

Die Eckdaten der Wanderung:
Streckenlänge: 25 km
Dauer: ca. 8 Std. (mit längerer Rast in Mittelhombrechen und einer Friedensaktion an der Friedenskapelle Voßhagen)
Startort: Glashalle Bürgerbüro, Bahnhofsplatz 14, 42499 Hückeswagen
Startzeit: 9 Uhr
Startgeld: 3 €
Anmeldung unter bei Heike Rösner, heike.roesner(at)hueckeswagen.de, oder Tel. 02192 88 806 oder direkt beim
Wanderführer Joachim Kutzner, Tel.-Nr. 02192 9376 724 bzw. mobil 0160 9871 7582

Das gesamte Hückeswagener Programm der Bergischen Wanderwoche finden/findet Sie/ihr hier:


Das Gesamtprogramm der Bergischen Wanderwoche steht hier zum Download bereit.

Website des Bergischen Wanderlandes:

3. Oberbergische Frag-mich-Messe

Die ersten beiden Frag-mich-Messen im Oberbergischen Kreis fanden in Waldbröl und Bergneustadt statt.
Die dritte wird am So., d. 21.08. in Hückeswagen von 14-18 Uhr im Kulturhaus Zach stattfinden. Der Eintritt ist frei.

Veranstalter sind in Kooperation das Netzwerk gegen Rechts im OBK, „Unser Oberberg ist bunt – nicht braun“, der Caritasverband OBK, die VIOLA Fraueninitiative und unsere Bürgergruppierung „Wir sind mehr im Bergischen“.


Bei einer „Frag-mich-Messe geht es darum, ins Gespräch zu kommen zu Themen, die uns alle angehen. Bei dieser Messe sind das:
SOLIDARITÄT – LERNEN – KULTUR – TOD & TRAUER

An den vier „Dialog-Thementischen“ sitzen Menschen, mit denen Sie/Du sich austauschen können über Ihre/Deine Wahrnehmungen, Sichtweisen und Erfahrungen zu diesen Themen. So kommen/kommst Sie/Du in einen wertschätzenden Dialog und erhalten/erhältst Einblicke in unterschiedliche Kulturen – mit Menschen, mit denen man vielleicht im Alltag gar nicht reden würde.
Es geht darum, in einer wertschätzenden Atmosphäre Fragen stellen zu können, einander zuzuhören, ohne überzeugen oder überreden zu wollen. Was gar nicht so einfach ist …

Eine Anmeldung ist erwünscht. Klicken Sie /klick dazu bitte auf diesen Link:

https://www.oberberg-ist-bunt.org/AnmeldungFmM/AnmeldungFmM

Links:

Infoseite bei „Oberberg ist bunt – nicht braun“

Infoseite Haus Zach

Internationale Wochen gegen den Rassismus

Wir nehmen als Bürgergruppierung auch in diesem Jahr wieder an den Internationalen Wochen gegen den Rassismus teil. Diese finden vom 12. bis 27. März auch im Oberbergischen statt. Wir haben uns den Kopf zerbrochen, welche Veranstaltung wir in diesem Jahr anbieten können – und sind schließlich auch zu einem Ergebnis gekommen.

Hier findet die Filmvorführung am 18. März statt – das Kultur-Haus Zach in Hückeswagen. (Foto: Noppenberger)

Was: Film gegen Rechsextremismus (Filmvorführung)
Wann: Freitag, 18. März, um 20 Uhr
Wo: Kultur-Haus Zach, Islandstraße 5. 42499 Hückeswagen
Thema: Im Film der Filmemacherin Mo Ausgang geht diese auf die Suche nach dem Ursprung des Wortes „Arier“. Auf ihrer Reise erfährt sie, wie er bis heute von Rechtsextremisten in Deutschland und den USA missbraucht wird. Der Film stammt aus dem Jahr 2014 und ist eine eindrucksvolle Reise durch die Szene der Neonazis auf der ganzen Welt – besonders wird er dadurch, dass die afrodeutsche Moderatorin das Gespräch mit Mitgliedern diverser Neonazi-Gruppen sucht. Darunter die NPD in Gera, Wismar und Potsdam, aber auch der Ku-Klux-Klan und die White Aryan Resistenzen in den USA. Der Film ist mehrfach preisgekrönt und für viele weitere Filmpreise nominiert worden, darunter den Magnolia Award für die beste Regie eines Dokumentarfilms beim Shanghai Television Festival 2014 oder die Nominierung für den Grimme-Preis 2015.
Eintritt: Der Eintritt ist frei, es können aber maximal 50 Personen teilnehmen – der Grund, ganz klar, Corona.

Apropos Corona: Wir werden nach den allgemein gültigen Corona-Regeln kontrollieren, nehmen uns als Veranstalter allerdings das Recht heraus, die 2G+-Regel anzuwenden. Das heißt: Zutritt haben nur vollständig geimpfte oder genesene Personen, zusätzlich muss ein aktueller und natürlich negativer Test vorgelegt werden.

Anmeldung: Wer teilnehmen möchte, kann sich bei info@wir-sind-mehr-im-bergischen.de anmelden. Es gilt das Windhund-Prinzip – wer sich zuerst anmeldet, bekommt den Zuschlag.

Weitere Infos: Hier geht es zu einem Programm-Heft der Caritas Oberberg, die die Veranstaltungen im Oberbergischen Kreis im Rahmen der Internationalen Wochen gegen den Rassismus zusammengestellt hat. Es sind viele interessante Veranstaltungen dabei, ein Blick ins Programm lohnt sich also!

Aufruf zur Kundgebung am 17. Januar 2022

Wir wollen mit unserem – von der Polizei genehmigten – Aufzug durch die Innenstadt in Hückeswagen ein deutliches Zeichen setzen, als Gegenaktion zu den „Montags-Spaziergängern“, sogenannten Querdenkern, Rassisten und Rechtsextremen. Es ist nicht mehr hinnehmbar, dass „Spaziergänger“ – ganz analog zu den Aktivitäten von Pegida & Co. – die Montagabende diskursverschiebend für ihre antidemokratischen und rechtsextremen Kundgebungen nutzen, die sie dann auch noch heuchlerisch als „Spaziergänge“ verschleiern, damit ihnen niemand unrechtes (sic!) Verhalten vorwerfen könnte, sie sich mithin nicht justiziabel machen.

Grafik: Wir sind mehr im Bergischen

Wir sind solidarisch mit allen, die sich in dieser Pandemie für die Gesellschaft einsetzen, vor allem mit dem Pflegepersonal und allen Mediziner*innen.  Sollte es zeitgleich wieder einen unangemeldeten „Spaziergang“ geben, dann zeigen wir, dass wir MEHR sind! MEHR, die die Coronamaßnahmen unterstützen, MEHR, die sich gegen Verschwörungsmythen, Desinformationen und rechte Hetze positionieren und MEHR, die nachdenken statt querdenken!

Treffpunkt ist 18 Uhr am Bahnhofplatz!

Aufzugweg: Bahnhofplatz – Etapler Platz (an den Friedensstelen vorbei) – Islandstraße –  Friedrichstraße – Bachstraße – Bahnhofstraße – Bahnhofsplatz

Auflagen: Ihr könnt gerne Plakate, Transparente und Fahnen mitbringen. Aber die Tragstangen dürfen nicht länger als 150 cm sein und max. 2 cm Durchmesser haben. Außerdem dürfen sie nicht aus Metall, Hartholz oder sonstigen bruchfesten Materialien gefertigt sein. Die Äußerungen in Schrift, Bild und Wort dürfen keine beleidigenden oder sonst strafrechtlichen Inhalt haben. Evtl. Flugblätter müssen mit einem ordnungsgemäßen Impressum versehen sein.

Wichtig: Die aktuelle Corona-Schutz-Verordnung ist verpflichtend. Also tragen alle eine Maske! Die Versammlungsleiterin wird am Anfang der Kundgebung diese Reglung nochmal deutlich bekanntgeben.

Lasst uns am Montagabend um 18 Uhr mit ganz vielen Menschen auf die Straße gehen und zeigen, dass wir MEHR sind!

Integration gelungen?

Eine Veranstaltung zu sechs Jahren Flüchtlingsarbeit in Hückeswagen

Der erste Teil des Abends, moderiert von Birgit Breuer,  Mitglied der Bürgergruppierung, dient der Information über die Jahre 2015-2021.
Neben Vertretern des Flüchtlingsnetzwerks (Beate Bröring als Patin, Sigrid Böhm als haupt- und ehrenamtliche Deutschkurslehrerin, Joachim Kutzner zur Historie des Flüchtlingsnetzwerks) sprechen:
der Bürgermeister Dietmar Persian,
Klaus Kruska, der Leiter der Montanusschule,
ein/e noch zu benennende/r KITA-VertreterIn,
Zubaidullah Mir Afghan Enami aus Afghanistan,
und Salar Kary aus Syrien.

Nach der Pause gibt es ein musikalisches Intermezzo mit dem Duo
Mernaz Hejabizzadehha (Irak) & Daniel Zielke (Deutschland).

Eine Podiumsdiskussion bildet den zweiten Teil des Abends, moderiert von Wolfgang Weitzdörfer.
Die Teilnehmer:
Margareta Coenen (Flüchtlinsgnetzwerk),
Atena Sarvari (Schülerin, St. Angela Gymnasium, Geflüchtete),
Alexander Stehl (Stadtverwaltung),
Klaus Kruska (Montanusschule),
Christian Proske (ARCUS Treppen),
Bernd Hess (Café KiWie, ev. Gemeinde)

Ende der Veranstaltung ca. 21.30 Uhr

Spenden-Aktion bringt rund 15400 Euro ein

Es war eine besonders schöne Form des gesellschaftlichen Miteinanders. Die Hochwasserkatastrophe von Mitte Juli hat auch in unserer Stadt Hückeswagen bei vielen Menschen für große Schäden gesorgt. Zwar sicherlich nicht so schlimm wie im Ahrtal oder in der Eifel, aber auch hier wurde Hab und Gut vernichtet, wurden Existenzen bedroht und gerade in den Bereichen entlang des Beverbachs und der Wupper viel zerstört.

Die Vereine SC Heide, RSV und ATV haben direkt danach zwei Benefizspiele am Sportplatz an der Schnabelsmühle organisiert. Dabei kam eine Summe in Höhe von 15424,99 Euro zusammen – die an Bürgermeister Dietmar Persian und Kämmerin Isabel Bever überreicht wurde. Zusammen mit dem Geld, das auf dem eigens eingerichteten Sonderkonto der Stadt eingegangen ist, sind rund 90000 Euro zusammengekommen, die in Kürze an die Betroffenen verteilt werden.

Trotz Regen war die Stimmung beim Losverkauf am Sportplatz Schnabelsmühle gut! (Foto: Joachim Kutzner)

Auch unsere Bürgergruppierung hat sich beteiligt, indem neun Mitglieder:innen für den Losverkauf gesorgt hatten. Dabei allein sind rund 1000 Euro zusammengekommen. Unser Dank geht an alle, die gespendet haben, die sich beteiligt haben und die gezeigt haben, dass das Miteinander in der Schloss-Stadt prima funktioniert!

Oberberg bewegt sich gegen Rassismus – Charity Walk

„Oberberg bewegt sich gegen Rassismus“ – rief der CARITAS-Verband für den Oberbergischen Kreis (in Kooperation mit dem OBK, dem Kreissportbund Oberberg und den Integrationsagenturen NRW) zur Teilnahme an einem Charity Walk im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus vom 15.-28.03.2021 auf.

Auch wir von der Bürgergruppierung wollten gerne daran teilnehmen. Auf Grund der Corona-Pandemie-Lage haben wir über die Planung unserer Teilnahme und die Wanderstrecke nur intern kommuniziert.
Joe (Kutzner) hatte zwei Strecken in Form einer Acht ausgearbeitet. Man konnte eine kleine 6.2 km-Runde gehen oder nach Lust und Ausdauer auch die 12.2 km lange ganze Acht.

Am Samstag, den 20. März 2021, trafen wir uns – mit dem gebotenen Abstand und Maskenpflicht – vor dem „Glaspalast“ auf dem Bahnhofplatz.

12 Mitglieder der Bürgergruppierung trafen sich zum Charity Walk am Bahnhofplatz. – Foto: Shirley Finster

Danach ging es auf die Strecke, und wir hielten uns an die Corona-Regeln: nur zu zweit nebeneinander und 5 Meter Abstand zwischen den Zweiergruppen.
Die beiden Strecken konnten in beiden Richtungen erwandert werden – für die, die lieber alleine gehen wollten.
Nach der ersten Runde über Hartkopsbever, Großberghausen, Busche, Aue hatte ein kleinerer Teil genug, für die anderen gab es eine kleine Eis/Kaffee/Ihr-wisst-schon-Pause und mit neuen Kräften gibt es auf den zweiten Kreisel der Acht an der Wuppertalsperre entlang zum Erlensterz und über Pixwaag zurück in die Stadt.

Am Erlensterz – Foto: Joe Kutzner

Bei bestem Wetter und guter Laune haben unsere zwölf Gruppenmitglieder die ausgesuchten Strecken als sehr schön bewertet. Es gab viel Gelegenheit für Gespräche untereinander, auch unsere künftigen Projekte betreffend.
Die CARITAS hatte im Vorfeld blaue T-Shirts mit Aufschrift anfertigen lassen; auf Grund der hohe Nachfrage haben wir leider nicht mehr alle gewünschten Größen geliefert bekommen, deshalb ist hier nicht jede/r mit solch einem T-Shirt abgelichtet. Die CARITAS hatte nämlich um Fotos/Videos von der Aktion gebeten, die sie dann für die Aktionen in ganz Oberberg unter diesem Link veröffentlichen wollen:

https://www.zonerama.com/PressestelleOBK/Album/7167553

Unsere Bürgergruppierung hat insgesamt in den 14 Charity Walk-Aktionstagen 170 km erwandert. Insgesamt wurden über 6000 km zurückgelegt.

Hier geht es zur Pressemitteilung der CARITAS zur Aktion „Charity-Lauf“ … und hier zum Artikel über unsere Aktion in der Bergischen Morgenpost v. 27.04.

In memoriam: Hanau, 19. Februar 2020

(Foto: Pixabay)

Gökhan Gültekin (37)
Sedat Gürbüz (30)
Said Nesar Hashemi (21)
Mercedes Kierpacz (35)
Hamza Kurtović (22)
Vili Viorel Păun (23)
Fatih Saraçoğlu (34)
Ferhat Ungar (22)
Kaloyan Velkov (33)
Gabriele Rathjen (72)

Gestorben, ermordet, von einem Rassisten am 19. Februar 2020 in Hanau. Mögen sie in Frieden ruhen und nicht vergessen werden!

Der Anschlag von Hanau vom 19. Februar 2020, heute vor einem Jahr, kostete zehn Menschen das Leben. Wir wollen mit diesem Beitrag an sie erinnern.

Hass und Rassismus dürfen keinen Platz in unserer pluralistischen, vielfältigen Gesellschaft haben.

Der Liedermacher Konstantin Wecker hat aus diesem Anlass seinen bekannten Song „Willy“ aus dem Jahr 1977 mit einem neuen Text versehen. Dieser Text ist wichtig, aktuell, dringlich und soll uns anregen, nicht zu vergessen, nicht wegzusehen und auch den vermeintlich kleinen Alltagsrassismus nicht hinzunehmen.

Wir sind mehr!

Doku: „Judenhass – was hat das mit mir zu tun?“ (HR)

Der Antisemitismus in Deutschland nimmt erschreckenderweise wieder zu. Die Zahl der antisemitischen Straftaten wächst. Offener Antisemitismus ist scheinbar wieder mitten in der Gesellschaft angekommen.

Der Hessische Rundfunk hat jetzt eine interessante Dokumentation ausgestrahlt, der Titel zeigt, dass Aufklärung in der Gesellschaft dringend nötig ist: „Judenhass – was hat das mit mir zu tun?“

In der Mediathek ist der Film nach wie vor zu sehen. Dringende Empfehlung!