Vierte Mahnwache am Schloss

Und wieder sind wir mehr geworden – vielen Dank an rund 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei unserer vierten Mahnwache am gestrigen Donnerstag, 20. August. Wieder waren die Parteien mit vielen Vertreterinnen und Vertretern gekommen, dazu jede Menge Bürgerinnen und Bürger aus der Schloss-Stadt, um zu zeigen, dass hier kein Platz für Rassismus und ganz besonders auch nicht für die AfD ist.

Vielen Dank dafür!

Musik und Reden gegen Rechts – hier mit dem Klezmer-Trio, bestehend aus (v.l.) Sabine Schmelzer-Beversdorff, Daniel Marsch und Stefanie Hölzle (Foto: Photo Schmitz).

Wie auf obigem Foto unschwer zu erkennen ist, war die vierte Mahnwache anders als ihre drei Vorgängerinnen. Beim ersten Mal am 30. Juli waren wir schweigsam, beim zweiten Mal am 6. August streckten wir die Arme aus, beim dritten Mal am 13. August waren wir laut und beim vierten Mal hatten wir Musik und Reden gegen Rechts mitgebracht.

Impressionen der Redner

Jens Künstler (Netzwerk gegen Rechts Oberberg)
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Fotos: Photo Schmitz

Wir hatten eingeladen. Und zwar Vertreterinnen und Vertreter aller demokratischen Parteien, die in Hückeswagen am 13. September zur Kommunalwahl antreten und die sich schon an unseren Mahnwachen beteiligt haben.

Explizit nicht eingeladen waren die Vertreter der sogenannten Alternative für Deutschland. Denn die Toleranz, die wir im Selbstverständnis unserer Bürgergruppierung transportieren, hat ihre Grenzen – wie Gruppenmitglied Shirley Finster in ihrer Anmoderation deutlich machte: „Wir bieten einer Partei kein Forum, die in ihrem Parteiprogramm homophobe, anitisemitische, islamfeindliche und antifeministische Punkte aufführt. Keine Toleranz für Intoleranz!“

Ebenfalls eingeladen waren die beiden Kandidaten für das Bürgermeisteramt, Amtsinhaber Dietmar Persian und Herausforderer Frank Mombauer sowie Jens Künstler vom Netzwerk gegen Rechts Oberberg.

„Keine Toleranz für Intoleranz!“ Shirley Finster moderierte den Abend für unsere Bürgergruppierung (Foto: Photo Schmitz).

Die Redner hatten zwei Vorgaben bekommen: Die Redezeit durfte fünf Minuten nicht überschreiten und inhaltlich sollte es um die Ziele und Ideale der Bürgergruppierung gehen – Toleranz, Dialog und Respekt. Wahlkampfparolen waren ausdrücklich nicht erwünscht. Erfreulicherweise hielten alle Redner sich an diese Vorgaben, wie Shirley Finster am Ende festhielt: „Ich sage nicht, wer am längsten geredet hat, aber niemand hat überzogen.“ Sie zeigte sich zudem erfreut über die Vielfalt der Positionen, die doch alle in die gleiche Richtung zielten.

Wir hatten eingeladen. Für Auflockerungen in diesem Rede-Marathon, der doch insgesamt so kurzweilig war, sorgten drei in Hückeswagen bekannte Musikerinnen und Musiker. Das Klezmer-Trio bestehend aus Stefanie Hölzle (Geige, Gesang), Sabine SchmelzerBeversdorff (Saxophon, Gesang) und Daniel Marsch (Akkordeon) spielte gleich drei Lieder, die mit ihrer Fröhlichkeit sehr gut zur positiven Stimmung an diesem warmen Donnerstagabend passten.

Kurzer Video-Schnipsel mit Blick über den Schlossplatz.

(Video: Privat)

Getränkeverkauf vom SC Heide

Ein Dank geht an die Mitglieder des Fußballvereins SC Heide! Vorsitzender Kevin Zrock und seine Mädels und Jungs hatten sich spontan dazu bereiterklärt, einen Getränkestand und einige Bierbänke aufzustellen. Und so konnte man sich bei den warmen Temperaturen mit Wasser, Limo oder Cola stärken.

VIELEN DANK DAFÜR!

Getränke gab es vom SC Heide. Vielen Dank für euren Einsatz! (Foto: Photo Schmitz)

Im Anschluss an die informativen und wichtigen Beiträge der Redner hatten wir uns noch eine weitere Aktion überlegt – ganz im Sinne des Sehens und Gesehenwerdens. Christian Schütte, Fraktionsvorsitzender der CDU im Stadtrat, hatte gesagt, dass es „höchste Zeit“ sei, dass die Mehrheit, die sich gegen Rechts ausspreche, sichtbar werde.

Impressionen von der vierten Mahnwache

Fotos: Photo Schmitz/privat

Fotoaktion: „Gesicht zeigen gegen Rechts“

Unser Fotograf Hans-Dieter Schmitz machte im Anschluss an unsere vierte Mahnwache von allen Anwesenden, die das unterstützen wollten, ein Foto vor oder mit unseren Fahnen – die es übrigens hier zum Preis von 9,50 Euro zu kaufen gibt.

Die Bilder werden gesammelt und unter einem eigenen Menüpunkt aufrufbar auf dieser Website veröffentlicht. So können wir unserer Position ein Gesicht geben. So können wir zeigen, dass wir für Toleranz, Respekt und Dialog stehen. So können wir zeigen, dass wir gegen Rechts sind, gegen Hass, Hetze, Faschismus und Rassismus. Die Aktion wird bei den folgenden Mahnwachen fortgeführt.

Vielen Dank an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer! Wir sind mehr!

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8 Antworten auf „Vierte Mahnwache am Schloss“

  1. Liebes wir- sind – mehr – Team. Ich glaube, da ist euch ein Fehler „passiert“.
    Ihr bedankt euch bei der
    AFD? Oder habe ich da was falsch verstanden?
    Schaut, wem ihr dankt.
    Mit besten Grüßen
    Veronika Walder

    1. Liebe Frau Walder,

      vielen Dank für den Kommentar. Es ist tatsächlich so, dass da ein Missverständnis vorliegt. Dieser „Texthaufen“ sind Begriffe, unter denen dieser Beitrag verschlagwortet ist. Wenn man auf die einzelnen Begriffe klickt, werden alle Beiträge angezeigt, die zu diesem Schlagwort auf unserer Website zu finden sind.

      Natürlich liegt uns nichts ferner, als uns bei der AfD für irgendwas zu bedanken.

      Der eigentliche Text endet mit den Sätzen „Vielen Dank an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer! Wir sind mehr!“ Darunter kommen dann die Schlagworte.

      Wir hoffen, dass das Missverständnis aufgeklärt ist.

      Liebe Grüße
      Wir sind mehr im Bergischen

    1. Hallo Irmgard,

      ja, in der Tat war die Seite schneller angelegt als befüllt. Aber jetzt sind die Fotos hochgeladen und laden zum Durchstöbern ein.

      Viele Grüße
      Wir sind mehr im Bergischen

  2. Hallo zusammen
    Ich verstehe den obigen Text nicht!?
    AFD , CDU, Die Partei, FDP gegen Rassismus?!!!AFD?!!! Da stimmt doch was nicht.
    Brigitte Thiel
    FaB Hückeswagen e. V
    Wir waren da!!!!

    1. Liebe Frau Thiel,

      vielen Dank für den Kommentar. Es ist tatsächlich so, dass da ein Missverständnis vorliegt. Dieser „Texthaufen“ sind Begriffe, unter denen dieser Beitrag verschlagwortet ist. Wenn man auf die einzelnen Begriffe klickt, werden alle Beiträge angezeigt, die zu diesem Schlagwort auf unserer Website zu finden sind.

      Natürlich liegt uns nichts ferner, als uns bei der AfD für irgendwas zu bedanken. Und natürlich war die FaB da – wie im Text und mit Bildern ja auch bestätigt.

      Der eigentliche Text endet mit den Sätzen „Vielen Dank an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer! Wir sind mehr!“ Darunter kommen dann die Schlagworte.

      Wir hoffen, dass das Missverständnis aufgeklärt ist.

      Liebe Grüße
      Wir sind mehr im Bergischen

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