Buchausstellung „Kein Platz für Rassismus“ in der Stadtbibliothek

Im August und September hat die Bürgergruppierung „Wir sind mehr im Bergischen“ sieben Mahnwachen organisiert, die das Motto „Kein Platz für Rassismus“ in verschiedenen Varianten aufgegriffen hat. Als Erinnerung daran, und um die Themen Rassismus, Toleranz, Respekt und Flüchtlinge wieder verstärkt in den Fokus zu rücken, haben sich die Gruppenmitglieder Petra Steffen-Küthe und Beate Bröring überlegt, in der Stadtbibliothek an der Friedrichstraße eine Bücherausstellung ins Leben zu rufen. „Wir haben rund 40 verschiedene Medien – Bücher, DVDs und Zeitschriften – gesammelt, die nun von Anfang November bis Mitte Dezember im Obergeschoss der Bibliothek zu finden sind“, sagt Petra Steffen-Küthe.

Foto: Joe Kutzner

Die beiden Frauen waren sowohl im Internet auf die Suche gegangen als auch in verschiedenen Büchereien im Oberbergischen Kreis, etwa in Waldbröl oder Lindlar. „Mit Hilfe von Bibliotheks-Leiterin Regina Stefer haben wir die Bücher dann per Fernleihe ausgeliehen“, sagt Beate Bröring.

Petra Steffen-Küthe (links) und Beate Bröring (rechts) – Foto: Wolfgang Weitzdörfer

Bergische Buchhandlung beteiligt sich

Auch in der Bergischen Buchhandlung am Etapler Platz ist von Leiterin Karla Stawicki ein kleiner Bereich im Fenster mit entsprechenden Büchern dekoriert worden. „Die Bücher sind aber nur bis Ende November zu sehen, da dann für Weihnachten dekoriert wird“, sagt Petra Steffen-Küthe.

Foto: Joe Kutzner

Wanddekoration mithilfe der 5. Mahnwache

Als weiteren Teil der Ausstellung haben Petra Steffen-Küthe und Beate Bröring zusammen mit Joachim Kutzner im Treppenhaus der Bibliothek mehrere Plakate aufgehängt. Auf denen haben die Teilnehmer der fünften Mahnwache am 27. August in den Wupperauen ihre Ideen zu den Themen aufgemalt und aufgeschrieben, nach denen nun die Bücher für die Ausstellungen ausgesucht worden sind.

Foto: Joe Kutzner

„Die Bücher können natürlich ausgeliehen werden, man soll sich derzeit ja im Moment nicht länger in der Bibliothek aufhalten“, sagt Beate Bröring.
Die Ausstellung ist für ca. sechs Wochen zu den normalen Öffnungszeiten der Stadtbibliothek Hückeswagen zu sehen:
Montag und Donnerstag von 14 bis 19 Uhr
Dienstag und Freitag von 8 bis 13 Uhr
Jeden ersten Samstag im Monat von 10 bis 12 Uhr

Text: Wolfgang Weitzdörfer / Fotos: Joe Kutzner

Einladung zur sechsten Mahnwache

Die sechste Mahnwache unserer Bürgergruppierung „Wir sind mehr im Bergischen“ findet am kommenden Donnerstag, 3. September, wie gewohnt ab 18 Uhr unter dem Motto „Oberberg und Hückeswagen sind bunt, nicht braun!“ statt.

Treffpunkt ist wieder der Bahnhofplatz.

Das Thema „bunt“ wollen wir diesmal auf neue Art und Weise kreativ umsetzen. Alle Teilnehmer sollen einen bunten Schirm mitbringen – möglichst nicht schwarz, keinesfalls braun. Wir werden einige Schirme vor Ort zum Ausleihen haben. Auch Trillerpfeifen und Ratschen sind willkommen, denn wir wollen auch wieder laut werden.

Wer sie bereits hat, kann natürlich auch die Fahne der Bürgergruppierung mitbringen. Es gibt sie übrigens weiterhin bei uns am Stand vor der Veranstaltung für 9,50 € zu kaufen.

Unsere Fahne im Format 100×60 cm soll an vielen Fenstern in Hückeswagen und Oberberg hängen. Unterstützt uns bitte und kauft sie am Donnerstag. (Foto: privat)

Nachdem wir uns am Bahnhofsplatz versammelt haben, ziehen wir über die Bahnhofstraße, den Etapler Platz, die Islandstraße und die Bongardstraße zum Schloss hoch. Dort spannen wir unsere Schirme auf, um das Veranstaltungsmotto auf dem Schlossplatz zu präsentieren:

OBERBERG UND HÜCKESWAGEN SIND BUNT UND LAUT, NICHT BRAUN!

Unser Fotograf Hans-Dieter Schmitz wird das bunte Bild im Anschluss von ganz oben aus dem Schloss heraus festhalten. Danach steht er wieder einige Minuten für unsere Online-Fotoaktion „Gesicht zeigen gegen Rechts“ zur Verfügung.

Mitglieder von „Wir sind mehr im Bergischen“ zeigen Gesicht gegen Rechts. (Foto: Hans-Dieter Schmitz)

Im Anschluss an ein hoffentlich knallbuntes Regenschirm-Foto geht es dann den Schlossberg runter in die Stadt, über den Zebrastreifen an der Bachstraße und am Skateplatz vorbei zurück zum Bahnhofplatz.

Wann: Donnerstag, 3. September, 18 Uhr
Wo: Treffpunkt ist am Bahnhofsplatz in Hückeswagen.
Was: Wir werden in einem bunten und lauten Zug zum Schloss hochgehen, wo wir dann mit vielen aufgespannten und bunten Regenschirmen zeigen möchten, dass Hückeswagen bunt und vielfältig ist. Im Anschluss daran geht es wieder zum Bahnhofsplatz zurück.
Wer: Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, sagen Sie gerne Ihren Freunden und Verwandten Bescheid und nehmen Sie teil. Bitte denken Sie an Regenschirme – nach Möglichkeit sollen sie bunt sein, nicht schwarz und besonders nicht braun.
Wichtig: Natürlich wird auch dieses Mal auf die Einhaltung und die Bedeutung der Hygiene- und Abstandsregeln hingewiesen. Bitte halten Sie sich daran – im eigenen Interesse, aber auch im Interesse Ihrer Mitmenschen!

Seien Sie mit dabei! Denn: Wir sind mehr!

Fünfte Mahnwache in den Wupperauen

Kreative Malaktion und Rote Karte für die AfD

Auch die fünfte Mahnwache der Bürgergruppierung „Wir sind mehr im Bergischen“ am Donnerstag, 27. August, fand einmal mehr bei schönstem Sonnenwetter statt! Treffpunkt war wieder der Bahnhofsplatz, wo sich zum Beginn unserer kreativen Mahnwache viele Menschen versammelten.

Treffpunkt war am Bahnhofsplatz, wo auch schon die ersten Banner und Fahnen gehisst wurden. (Foto: Privat)

Trotzdem war nicht alles so wie bei den vier vorherigen Veranstaltungen. Denn die AfD hatte „rein zufällig“ zum gleichen Zeitpunkt einen Wahlkampfstand am Wilhelmsplatz aufgebaut, was sich schnell herumgesprochen hatte. Aus diesem Grund war diesmal auch mehr Polizei vor Ort.

Auf dem Weg zu den Wupperauen mit Mundschutz und Bannern. (Foto: Privat)

Rote Karte für die AfD!

Davon ließen wir uns aber nicht einschüchtern. Diese fünfte Mahnwache sollte eine kreative Veranstaltung werden. Deshalb ging zunächst der Protestzug durch die Bahnhofstraße zum Etapler Platz und zum Ziel in den Wupperauen.

Der AfD wurde von den Teilnehmern beim Vorbeigehen am Wilhelmplatz die rote Karte in Form von DIN A4-Pappkartons gezeigt – als konsequente Fortsetzung der gleichen Protestaktion am Vortag bei der Parteien-Podiumsdiskussion im Forum.

Rote Karte für die AfD! Ziviler Widerstand gegen Rechts. (Foto: Privat)

In den Wupperauen hatten bereits Mitglieder unserer Bürgergruppierung alles gut vorbereitet. Lange und extrabreite Tapetenbahnen lagen ausgerollt auf dem Asphalt. Für alle, die ihre Malutensilien nicht dabei hatten, wurden Buntstifte, Filzstifte, Wachsmalkreide, Farbe und Pinsel zur Verfügung gestellt. Und dann ging es auch schon los. Ziel dieser Mahnwache war es, möglichst viele aussagekräftige Bilder auf die Tapeten zu malen, es konnten auch Texte geschrieben werden. Der Kreativität der großen und kleinen Künstler war dabei keine Grenze gesetzt.

Lange Reihen Tapeten warteten in den Wupperauen darauf, bemalt und beschrieben zu werden. (Foto: Photo Schmitz)
Eindeutige Botschaft des RSV 1909: „Gegen jeden Rassismus!“ (Foto: Photo Schmitz)

Wieder waren um die 100 Teilnehmer mit dabei. Besonders schön war dieses Mal, dass auch viele Großeltern, Eltern mit ihren Kindern sowie zahlreiche Jugendliche den Weg zu unserer Mahnwache gefunden hatten. Und alle hatten sich offensichtlich Gedanken darüber gemacht, was sie auf „ihrem“ Stück Tapete verewigen konnten.

Groß und Klein waren gekommen, um kreativ gegen Rechts und gegen Rassismus zu werden. (Foto: Photo Schmitz)
Der Kreativität der jungen Teilnehmer an der fünften Mahnwache war keine Grenzen gesetzt. (Foto: Irmgard Hannoschöck)

Ebenfalls wieder vertreten waren viele Mitglieder der demokratischen Parteien und Bürgergruppierungen sowie viele engagierte Hückeswagenerinnen und Hückeswagener. Aber nicht nur aus unserer Schloss-Stadt kamen die Bürgerinnen und Bürger. Denn auch aus den Nachbarstädten Radevormwald, Wipperfürth waren wieder Teilnehmer in die Schloss-Stadt gekommen, um mit uns gemeinsam gegen Rechts kreativ zu werden.

Vielen Dank dafür – wir sind mehr!

Viele junge Menschen zeigten der AfD die rote Karte und waren kreativ dabei. (Foto: Privat)

Ein Wort noch zum Material. Das wurde uns nämlich kostenfrei zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns ganz herzlich bei den großzügigen Material-Spendern:

Schreibwaren Cannoletta /Hückeswagen
Hagebaumarkt Blechmann /Wipperfürth
A.S. Création Tapeten AG /Gummersbach

Vielen Dank an dann die Spender! (Foto: Shirley Finster)

Die Online-Galerie zur 5. Mahnwache:

Die rote Karte für die AfD!

Podiumsdiskussion mit Parteien und Wählergemeinschaft im Forum Montanusschule

Vor einer Woche fand im Forum der Montanusschule eine Veranstaltung der Hückeswagener Kolpingsfamilie mit den beiden Bürgermeisterkandidaten, Dietmar Persian und Frank Mombauer, statt. Nun, am Mittwoch, 26. August,. lud die Kolpingsfamilie erneut ins Forum ein: Diesmal zu einer Podiumsdiskussion mit den Spitzenkandidaten zur Kommunalwahl am 13. September. Anwesend waren Vertreterinnen und Vertreter der Parteien DIE GRÜNEN (Shirley Finster), SPD (Jürgen Becker), CDU (Christian Schütte), FDP (Jörg von Polheim), DIE PARTEI (Nicklas Alsdorf), AfD (Markus Lietza) und der Wählergemeinschaft FAB (Brigitte Thiel). Die Moderation übernahm wieder die aus TV-Sendungen erfahrene freie Journalistin Corinna Schlechtriem aus Wuppertal. Wegen der Coronaregeln „füllten“ nur etwa 100 Interessierte Bürgerinnen & Bürger das Forum. Von der Bürgergruppierung waren neben Shirley Finster auf dem Podium noch Britta Bognanni, Petra Steffen-Küthe, Laura und Philipp Wüster, Wolfgang Weitzdörfer und Joe Kutzner anwesend.

Das Podium (v. r.): DIE PARTEI, DIE GRÜNEN, FDP, CDU, Moderatorin, SPD, FAB, AfD.. (Foto: Joe Kutzner)

Die AfD ist nicht erwünscht in Hückeswagen!

Gleich am Anfang erklärte Christian Schütte (CDU), dass die AfD in Hückeswagen nicht erwünscht sei und erhielt dafür lauten Beifall des Publikums. Als Markus Lietza (AfD) zum ersten Statement ausholte, wurden ihm, gut verteilt über den Saal, viele rote Karten entgegengestreckt: Eine Initiative der Bürgergruppierung Wir sind mehr im Bergischen.
Der Hintergrund: Auf einem aktuellen Wahlplakat der rechten Partei ist eine leicht bekleidete, junge Frau mit dem Slogan „den Linken die rote Karte zeigen“ abgebildet.

Warum nicht den Spieß umzukehren und an diesem Abend der AfD bei jedem Wortbeitrag die rote Karte zeigen? Wir wollen keinen Rassismus, keine Homophobie, keine Frauenfeindlichkeit, keine Ausländerfeindlichkeit in Hückeswagen! DIE GRÜNEN, die SPD und DIE PARTEI hatten sich dem stillen Protest angeschlossen, sodass die Aktion Wirkung zeigte. Die anwesenden Mitglieder von DIE PARTEI setzten dabei sogar rote Pappnasen auf, weil sie Markus Lietza „im Internet (Facebook …) so lustig finden“, wie Vertreter der Partei sagten.

Rote Karte und Pappnasen wurden der AfD bei deren Wortbeiträgen gezeigt. (Foto: Joe Kutzner)

Wolf im Schafspelz entlarvt sich

Sehr lebendig wurde es, als Joe Kutzner aus dem Publikum an Markus Lietza Fragen zur Haltung der AfD Hückeswagen zu der der Flüchtlingspolitik der Stadt stellte. Der AfD-Mann entlarvte sich dabei als Wolf im Schafspelz, indem er die Flüchtlingspolitik der Stadt lobte, aber keine Antwort zu der Frage nach der Flüchtlingspolitik der AfD beim möglichen Einzug in den Stadtrat gab. Was von Shirley Finster sehr leidenschaftlich und deutlich herausgestellt wurde.

Shirley Finster (DIE GRÜNEN), Jörg von Polheim (FDP), Christian Schütte (CDU). (Foto Joe Kutzner)

Auch dies war ein guter Tag für die Demokratie in Hückeswagen!