Teilnahme an Mahnwache in Radevormwald

Der Runde Tisch gegen Rechts in Radevormwald hatte nach dem Vorbild unserer Bürgergruppierung am gestrigen Mittwoch, 19. August, für 18 Uhr zu einer ersten Mahnwache auf dem Marktplatz in Radevormwald aufgerufen. Rund 20 Teilnehmer waren mit dabei, darunter auch Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher Rader Parteien. Zwei Vertreterinnen von Wir sind mehr im Bergischen waren ebenfalls in die Nachbarstadt gefahren und haben mit unseren neuen Flaggen Präsenz gezeigt und den Widerstand gegen die AfD, die dort mit Udo Schäfer einen Spitzenkandidaten aufstellt, der schon Mitglied in diversen rechtsextremen Parteien, etwa der DVU, den Republikanern oder zuletzt pro NRW, gewesen ist oder noch ist. Fritz Ullmann vom Runden Tisch gegen Rechts bezeichnete Schäfer dann auch als „offen faschistisch agierenden Politiker“. Die Kommunalwahl bezeichnete er zudem als „Herausforderung für alle Demokraten“.

Teilnahme an der Mahnwache des Runden Tisches gegen Rechts in Radevormwald am 19. August 2020 (Foto: privat).

Die Radevormwalder laden zur nächsten Mahnwache am kommenden Mittwoch, 26. August, wieder um 18 Uhr ein.

Einladung zur vierten Mahnwache

Wir werden immer mehr!

Und wir verändern uns. Unsere erste Mahnwache am 30. Juli war tatsächlich das – eine weitgehend stille Stunde, in der wir einfach nur Präsenz zeigen und uns gegen Rassismus, Faschismus und die AfD positionieren wollten. Rund 50 Hückeswagenerinnen und Hückeswagener waren mit dabei.

Zur zweiten Mahnwache, die am 6. August eine Menschenkette mit Fahnen und Flaggen war, kamen bereits 80 Menschen. Und bei unserem Demonstrationszug im Rahmen der dritten Mahnwache am 13. August waren wir bereits fast 100 Menschen aus unserer schönen Stadt, die sich gegen Rassismus, gegen Faschismus und gegen Ungleichheit und die Parolen der AfD mit viel Lärm und lauter Stimme öffentlich zeigten.

Einladung zur vierten Mahnwache

Am kommenden Donnerstag, 20. August, findet nun die vierte Mahnwache statt, zu der hiermit herzliche Einladung ergeht. Wir haben uns überlegt, dass wir den demokratischen Parteien sowie den beiden Kandidaten für den Bürgermeisterposten die Gelegenheit geben wollen, mit einem kurzen Statement zu sagen, warum ihnen die Werte, für die wir als Bürgergruppierung stehen – Toleranz, Respekt und Dialog – sowie das Aufstehen und der Kampf gegen Rassismus und Faschismus wichtig sind. Unsere vierte Mahnwache wird auf dem Schlossplatz stattfinden.

Wann: Donnerstag, 20. August, 18 Uhr
Wo: Treffpunkt ist direkt am Schlossplatz in Hückeswagen
Was: Zu Wort kommen neben einem Vertreter des Netzwerks gegen Rechts, die beiden
Bürgermeisterkandidaten, Dietmar Persian und Frank Mombauer, sowie Vertreter und Vertreterinnen der sechs Parteien, die bisher an unseren Mahnwachen teilgenommen haben: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, CDU, DIE PARTEI, FAB, FDP und SPD (in alphabetischer Reihenfolge). Die Redner und Rednerinnen haben jeweils fünf Minuten Redezeit. Die Reihenfolge bei den Parteien wird vor Ort ausgelost. Der Sportverein SC Heide organisiert einen Verkauf nichtalkoholischer Getränke. Bierzeltbänke werden im geltenden Corona-Abstand aufgestellt. Eigene Sitzgelegenheiten wie Klapp- oder Campingstühle können gerne mitgebracht werden. Nach der Veranstaltung gibt es unter dem Motto „Gesicht zeigen: Wir sind MEHR!“ die Möglichkeit, sich mit unserer „Kein Platz für Rassismus“-Fahne von einem professionellen Fotografen ablichten zu lassen. Die Fotos werden auf der Homepage der Gruppierung online gestellt.
Wer: Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, sagen Sie gerne Ihren Freunden und Verwandten Bescheid und nehmen Sie teil. 
Wichtig: Natürlich wird auch dieses Mal auf die Einhaltung und die Bedeutung der Hygiene- und Abstandsregeln hingewiesen. Bitte halten Sie sich daran – im eigenen Interesse, aber auch im Interesse Ihrer Mitmenschen!

Seien Sie mit dabei! Denn: Wir sind mehr!

Lautstarker Protestzug durch Hückeswagen

Wir sind mehr im Bergischen – das Motto unserer Bürgergruppierung haben wir Dank Ihrer und Eurer Hilfe am Donnerstag, 13. August 2020, im Rahmen unserer dritten Mahnwache lautstark umsetzen können. Denn nach zwei eher statischen Mahnwachen am 31. Juli und am 7. August, haben wir uns dieses Mal gesagt: Lasst uns laut sein, lasst uns sichtbar sein! Ein Protestzug durch die Innenstadt war bei den Behörden angemeldet worden, 100 Teilnehmer hatten wir uns erhofft…

Rund 100 Teilnehmer zogen am Donnerstagabend bunt und laut durch die Islandstraße (Foto: Photo Schmitz).

… und rund 100 Teilnehmer waren wir dann auch. Pünktlich um 18 Uhr schnappte sich Joachim Kutzner das Mikrophon – denn wir haben dazugelernt und wollten schon bei der Begrüßung für alle gut zu hören sein – und begrüßte die Anwesenden.

Mit dabei waren diesmal wieder Vertreterinnen und Vertreter vieler Hückeswagener Parteien, dazu erstmals der SC Heide mit einem großen Banner für Toleranz und gegen Rassismus, sowie mehrere Bürgerinnen und Bürger aus der Nachbarstadt Radevormwald. Diese waren am Mittwochabend im Rahmen einer außerordentlichen Sitzung des dortigen Runden Tischs gegen Rechts über unsere Aktivitäten informiert worden – und erklärten sich spontan bereit, mit dabei zu sein sowie fortan selbst am Mittwochabend, 18 Uhr, am Marktplatz unter der Eiche eine eigene Mahnwache abzuhalten.

Unser Protestzug sollte laut sein, sollte sicht- und hörbar sein. Dabei unterstützten uns die Teilnehmer mit Kochtöpfen, Pfannen, Trommeln und Musikinstrumenten. Viele Anwohnerinnen und Anwohner im Island und an der Goethestraße öffneten die Fenster, als wir mit einem etwas anderen Rä-te-ma-teng vorbeizogen. Ohne Kamelle, dafür mit einer eindeutigen Botschaft: Kein Platz für Rassismus!

Banner und Fahnen von Wir sind mehr im Bergischen mit eindeutiger Botschaft: Kein Platz für Rassismus (Foto: Photo Schmitz).

Unser Weg, der von der Polizei erneut sehr souverän abgesichert wurde, führte den Protestzug vom Bahnhofsplatz über die Bahnhofstraße zum Etapler Platz, dann über die Straße am Kolpinghaus vorbei in die Islandstraße. Die ging es dann nach oben, durch die Waidmarktstraße und den Schmittsweg dann entlang der Goethestraße, erneut über den Etapler Platz und die Bahnhofstraße bis zurück zum Bahnhofsplatz.

Der Protestzug setzt sich in Bewegung (Foto: Photo Schmitz).

Wir danken allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihre Bereitschaft, Flagge zu zeigen. Und es bewahrheitet sich: Wir sind mehr im Bergischen!
Lassen wir nicht zu, dass Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung einen Platz in unserer schönen Stadt finden.
Lassen wir nicht zu, dass Spalter und Hetzer unsere Demokratie und Zivilgesellschaft mit ihren Parolen aushöhlen.
Lassen wir nicht zu, dass eine laute Minderheit glaubt, die Mehrheit zu sein.

Hier einige Impressionen unseres Protestzugs

Alle Fotos: Photo Schmitz

Unsere nächste Mahnwache findet am kommenden Donnerstag, 21. August, wieder um 18 Uhr statt. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dieser Website oder der Tagespresse.

Lasst uns laut sein, lasst uns mehr sein!

Dritte Mahnwache als Protestzug

An diesem Donnerstag, 13. August, ist es soweit: Unsere dritte Mahnwache findet statt. Dieses Mal haben wir uns indes überlegt, dass wir laut sein wollen, dass wir Gehör finden wollen und gesehen werden wollen. Waren die beiden ersten Mahnwachen eher stillerer Natur, soll es beim dritten Mal in Form eines Protestzugs durch das Stadtzentrum stattfinden.

Nachdem zur zweiten Mahnwache bereits 80 Bürgerinnen und Bürger unserem Aufruf, Flagge gegen Rassismus zu zeigen, gefolgt waren, hoffen wir auf noch größere Beteiligung an diesem Donnerstag. Wir wollen laut sein – das heißt: Unsere Botschaft wollen wir lautstark verkünden.

Kein Platz für Rassismus – im Bergischen im Allgemeinen, in Hückeswagen im Besonderen!

Wann: Donnerstag, 13. August, 18 Uhr
Wo: Treffpunkt ist der Bahnhofsplatz
Was: Wir wollen im Protestzug durch das Stadtzentrum ziehen. Die Route wird vom Bahnhofsplatz über die Bahnhofstraße zum Etapler Platz führen, dann die Islandstraße bis zum Weber-Denkmal hochgehen, durch die Waidmarktstraße auf den Schmittweg und schließlich über die Goethestraße zurück zum Etapler Platz und den Bahnhofsplatz führen. Da unser Protest gegen Rassismus und die AfD laut sein soll, werden wir vor Ort Trommelwerkzeug (Kochtöpfe…) dabeihaben. Es können aber auch alle anderen Gegenstände mitgenommen werden, mit denen man Geräusche machen kann – und natürlich alle Arten von Instrumenten!
Wer: Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, sagen Sie gerne Ihren Freunden und Verwandten Bescheid und nehmen Sie teil.
Wichtig: Natürlich wird auch dieses Mal auf die Einhaltung und die Bedeutung der Hygiene- und Abstandsregeln hingewiesen. Bitte halten Sie sich daran – im eigenen Interesse, aber auch im Interesse Ihrer Mitmenschen!

Neu: Fahnen gegen Rassismus

Wir sind mehr im Bergischen – das können Sie jetzt auch in Form einer Fahne mitteilen! Unten sehen Sie das Motiv, das im Fahnenformat von 100×60 Zentimetern auf Fahnenstoff aus Polyester gedruckt wurde. Links und rechts sind Hohlsäume von 3 Zentimetern Durchmesser eingenäht, so dass die Fahnen mit geeigneten Stäben hochgehalten werden können.

Fahnenmotiv Wir sind mehr im Bergischen (Foto: Druckvorlage)

Die Fahnen können bei Gruppenmitgliedern zum Preis von 9,50 Euro gekauft werden. Wir freuen uns auf zahlreiche Abnehmer. Sprechen Sie uns einfach an! Natürlich können Sie die Fahnen auch bei uns bestellen. Nutzen Sie dafür das Kontaktformular oder schreiben Sie uns eine E-Mail.

Wir sind mehr!

80 Teilnehmer zur zweiten Mahnwache

Es war ein wundervoller, warmer Sommerabend, als wir uns am Donnerstag, 6. August, zu unserer zweiten Mahnwache am Bahnhofsplatz trafen. Unsere Erwartungen, dass wir die Teilnehmerzahl vom ersten Mal übertreffen würden, wurden erfüllt – 80 Bürgerinnen und Bürger waren gekommen, um zu zeigen, dass sie gegen Rassismus, gegen Faschismus und für Toleranz und Dialog sind. Eins ist klar: Petrus ist definitiv Antifaschist!

Gemeinsam haben wir eine Menschenkette gebildet, die vom Bahnhofsplatz über den Etapler Platz bis auf die Bahnhofstraße reichte. Um den Corona-Hygienemaßnahmen gerecht zu werden, haben wir uns dabei nicht an den Händen gehalten, sondern die Verbindung mit Schals, Tüchern oder Fahnen hergestellt. Über die Bahnhofstraße ging es dann schließlich zurück vor das Bürgerbüro, wo die Aktion nach etwa einer Stunde unter lautem Applaus beendet wurde.

Erfreulich war wieder, dass sowohl unser Bürgermeister Dietmar Persian gekommen war, als auch die Vertreter von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FaB und Die Partei.
Erfreulich war aber vor allem, dass viele Menschen von der ersten Mahnwache gehört hatten und davon dazu animiert wurden, beim zweiten Mal teilzunehmen.
Erfreulich war auch, dass ein Mitarbeiter der WDR-Lokalzeit auf unsere Mahnwachen aufmerksam geworden war – und am Donnerstagabend noch ein kleiner Wortbeitrag im Fernsehen lief.

Ausschnitt aus der WDR-Lokalzeit vom Donnerstag, 6. August.

Ein Wort noch zum Thema Antifaschismus, da die entsprechende Ansage wegen der fehlenden Verstärkung des Redners – und seiner leisen Stimme… – vielleicht nicht bei jedem angekommen ist. Wegen der von uns verwendeten Fahnen der Kölner Aktion „Kein Veedel für Rassismus“ wurde uns ja bei Facebook Nähe zum Linksextremismus vorgeworfen sowie zur Antifa.

Antifa = Antifaschismus = unsere Verpflichtung (Foto: Photo Schmitz).

Abgesehen davon, dass es keine Organisation dieses Namens gibt, ist jeder Mensch ganz natürlich ein Antifaschist, wenn er mit beiden Beinen auf dem Boden unseres wunderbaren Grundgesetzes steht. Der Antifaschismus ist unsere Verpflichtung als Demokraten seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Oder, um mit den Worten unseres Gruppenmitglieds Joachim Kutzner zu sprechen: „Wenn Linksextremismus bedeutet, in Hückeswagen Flagge gegen Rassismus zu zeigen, dann bin ich gerne Linksextremist.“

Leider waren unsere eigenen Fahnen noch nicht fertig, daher mussten wir uns bis zur nächsten Mahnwache mit einem von vielen Händen zusammengesetzten Mosaik-Bild begnügen.

So sieht unsere eigene Fahne aus, die demnächst auf den Mahnwachen zu sehen sein wird (Foto: Photo Schmitz).

Die nächste Mahnwache findet am kommenden Donnerstag, 13. August, wieder um 18 Uhr statt. Informationen über Ablauf und Treffpunkt werden an dieser Stelle sowie in der örtlichen Presse veröffentlicht.

Hier einige Impressionen unserer zweiten Mahnwache

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(Fotos: Photo Schmitz/privat)

Vielen Dank an alle, die dabei waren und Flagge gezeigt haben wir sind mehr!

Wir zeigen Flagge gegen Rassismus!

Leider ist unsere eigene Flagge bei der ersten Mahnwache am vergangenen Donnerstag, 30. Juli, noch in Produktion gewesen. Und so wird es auch bei der zweiten Mahnwache mit Menschenkette sein, die am Donnerstag, 6. August, stattfindet.

Wir wollen trotzdem Flagge gegen Rassismus zeigen, im Bergischen im Allgemeinen und bei Hückeswagener Mahnwachen im Besonderen. Deshalb freuen wir uns über die erfolgreiche Aktion in Köln: „Kein Veedel für Rassismus“.

Die Flagge der Aktion „Kein Veedel für Rassismus“ auf unserer ersten Mahnwache (Foto: Privat).

11.000 Exemplare dieser Flagge sind hergestellt worden, 70 Kölner Gruppen unterstützen die Aktion und viele davon hängen aus Kölner Fenstern – und aus anderen in der Region.

Wenn diese Fahnen auf unseren Mahnwachen dabei sind, dann haben sie auch den angenehmen Nebeneffekt, dass man mit ihnen Abstand halten kann.

In der Ausgabe der Bergischen Morgenpost vom Mittwoch, 5. August, wurde von der AfD-Ortsgruppe Hückeswagen haltlose Kritik an den von uns verwendeten Fahnen geübt. So wurde die dahinterstehende Gruppierung als „größte linksextremistisch beeinflusste Organisation in Deutschland“ bezeichnet. Diese Kritik wurde auch in teils beleidigender Form auf Facebook vom Spitzenkandidaten der in Teilen rechtsextremen Partei, Markus Lietza, geteilt.

Daher hat unser Gruppenmitglied Irmgard Hannoschöck ein Statement dazu formuliert, das hier nachgelesen oder unten heruntergeladen werden kann.

Aufruf zur zweiten Mahnwache!

Unsere erste Mahnwache am vergangenen Donnerstag war ein voller Erfolg – rund 50 Teilnehmer haben Flagge gezeigt und sich für Toleranz und gegen Rassismus ausgesprochen.

Vielen Dank dafür!

Aber in Abwandlung eines bekannten Fußballerzitats – nach der Mahnwache ist vor der Mahnwache. Und so ergeht an alle Bürgerinnen und Bürger auch für diesen Donnerstag wieder die herzliche Einladung, an der zweiten Mahnwache teilzunehmen.

Wann: Donnerstag, 6. August, 18 Uhr.
Wo: Treffpunkt ist am Bahnhofsplatz
Was: Wir werden eine Menschenkette zum Etapler Platz entlang des Kodi-Markts vorbei an den Arkaden, über die Straße zum Schuhmarkt Albus bis zu den Friedenstelen bilden. Die Menschenkette wird mit Hilfe von Fahnen, Schals oder Tüchern gebildet. Hand in Hand gehen dürfen nur Personen aus einem Haushalt.
Wer: Alle Bürgerinnen und Bürger können teilnehmen – sagen Sie gerne Ihren Freunden und Verwandten Bescheid.
Wichtig: Neben der oben genannten Maßnahme zur Bildung der Menschenkette wird natürlich auch sonst auf die Einhaltung und die Bedeutung der Hygiene- und Abstandsregeln hingewiesen. Bitte halten Sie sich daran – im eigenen Interesse, aber auch im Interesse Ihrer Mitmenschen!

Aus gegebenem Anlass möchten wir noch darauf hinweisen, dass es sich bei den Mahnwachen um eine Veranstaltung in Organisation und Verantwortung der Bürgergruppierung Wir sind mehr im Bergischen handelt.

Erfolgreiche erste Mahnwache mit 50 Teilnehmern

Zugegeben: Im Vorfeld waren wir uns nicht sicher, mit wie vielen Teilnehmern wir bei unserer ersten Mahnwache im Vorfeld der Kommunalwahl 2020 gestern Abend rechnen konnten. Dann, als der Tag ein wenig voranschritt, haben wir immer mehr Rückmeldungen bekommen. Und als es dann schließlich 18 Uhr wurde, hatten sich an der Friedensstele am Etapler Platz rund 50 Teilnehmer eingefunden, die von Gruppenmitglied Joachim Kutzner begrüßt wurden.

Rund 50 Teilnehmer bei der ersten Mahnwache am Donnerstagabend, 30. Juli, am Etapler Platz in Hückeswagen (Foto: Photo Schmitz).

Erfreulich war dabei, dass auch zahlreiche Vertreter der Hückeswagener Lokalpolitik vor Ort waren. Mitglieder von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FaB waren gekommen, reihten sich unter die übrigen Teilnehmer und hielten Banner mit der Aufschrift „Kein Veedel für Rassismus“ und unsere Schilder mit dem großen Logo der Bürgergruppierung hoch.

Gruppenmitglieder Shirley Finster, Wolfgang Weitzdörfer und Joachim Kutzner (v. l.) am Etapler Platz (Foto: Photo Schmitz).

Neben dem sprichwörtlichen „Flagge-zeigen“ war es uns ein Anliegen, miteinander ins Gespräch zu kommen, unsere Gruppe zu präsentieren und deutlich zu machen, dass Hückeswagen keinen Platz für Rassismus hat.

Die Friedensstele des Hückeswagener Künstlers Bernhard Gurski erschien uns als idealer Auftakt für unsere erste Mahnwache (Foto: Photo Schmitz).

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern!


Es ist wichtig, zu zeigen, dass wir nicht nur eine schweigende Mehrheit sind, sondern eine Mehrheit, die auch bereit ist, auf die Straße zu gehen.
Es ist wichtig, zu zeigen, dass wir nicht damit einverstanden sind, dass sich eine Partei wie die AfD auch in unserer schönen Schloss-Stadt aufstellen will. Eine Partei, die in ihr Programm homophobe, antifeministische, antisemitische und islamfeindliche Positionen geschrieben hat und diese vertritt.
Es ist wichtig, zu zeigen, dass die Bürgerinnen und Bürger von Hückeswagen gegen Rassismus und gegen Faschismus aufstehen.

Wir sehen uns nächsten Donnerstag, wieder um 18 Uhr. Der genaue Ort wird an dieser Stelle noch bekanntgegeben, auch die Form der Kundgebung.

Wir sind mehr!

Hier geht es zum Zeitungsbericht in der Bergischen Morgenpost vom 1. August, online bereits am 31. Juli einsehbar.

Aufruf zur wöchentlichen Mahnwache

Aus aktuellem Anlass – die AfD stellt sich auch in Hückeswagen zur Wahl – wollen wir vor der am Sonntag, 13. September, stattfindenden Kommunalwahl für die Werte in unserer Gesellschaft „Flagge zeigen“. Wir werden uns daher bis zum Wahltermin an jeden Donnerstag um 18 Uhr zu einer Mahnwache an der Friedensstele am Etapler Platz in Hückeswagen treffen und eine Stunde für diese Werte im wahrsten Sinne des Wortes einstehen.

Treffpunkt für die Mahnwache am Donnerstag, 30. Juli, 2020: Friedensstele am Etapler Platz (Foto: privat)

Der erste Termin ist Donnerstag, 30. Juli, 2020!

Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich an dieser Aktion zu beteiligen. Schließen Sie sich uns bitte an, zeigen Sie Zivilcourage im Alltag durch das Einstehen für Toleranz, Respekt und Demokratie … – und helfen Sie mit, die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl zu
fördern!

Bei Fragen rund um die Mahnwache, bitte unser Kontaktformular nutzen.

Denn: Wir sind mehr!

Gedenkaktion zum 8. Mai in Hückeswagen

Auch in der Schloss-Stadt wütete der Nazi-Terror. Daran erinnern unter anderem vier Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnnig sowie die Friedenskapelle in Voßhagen, an der sich ein Friedhof für 44 verstorbene russische Zwangsarbeiter befindet. Am 8. Mai, dem Gedenktag des Endes des Zweiten Weltkriegs durch die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht, hat das Netzwerk Unser Oberberg ist bunt, nicht braun dazu aufgerufen, Fotos vom stillen Gedenken zum Kriegsende in der Region zu sammeln und online zu stellen.

Stolpersteine für Johann Fries und Wilhelm Mondre. (Foto: privat)

Wir sind mehr im Bergischen hat ebenfalls daran teilgenommen. Zunächst sind wir bei den Stolpersteinen für die drei in Hückeswagen an der Peterstraße ermordeten Kommunisten Bruno Blumberg, Johann Fries und Wilhelm Mondre sowie jener für den im KZ Esterwegen am 20. Oktober 1935 verstorbenen Kommunisten Otto Fröhlich an dessen letztem Wohnort an der Weststraße gewesen und haben Blumen niedergelegt. Mit dabei war auch Bürgermeister Dietmar Persian, der deutlich machte, wie aktuell und wichtig das Erinnern ist: „An der Geschichte kann man sehr gut sehen, was passieren kann, wenn man nicht aufpasst“, sagte Persian in Hinblick auf die NSU-Morde.

Stolperstein für Bruno Blumberg. (Foto: privat)
Stolperstein für Otto Fröhlich. (Foto: privat)

Außerdem waren Mitglieder von Wir sind mehr im Bergischen an der Friedenskapelle in Voßhagen, wo ebenfalls Blumen niedergelegt wurden. Wir sind der Ansicht, dass das Gedenken an die im Nationalsozialismus ermordeten Menschen nie enden darf. Es gilt der Ausspruch: Nie wieder!

Friedenskapelle Voßhagen, Ehrenfriedhof für russische Zwangsarbeiter. (Foto: privat)

Hier geht es zum Zeitungsbericht in der Bergischen Morgenpost vom 9. Mai.